MIT DEM HAUSBOOT IN FRANKREICH UNTERWEGS

Der Weg ist das Ziel

Seit 2015 verbringen wir unsere Sommer-Ferien auf einem Fluss oder Kanal in Frankreich. Anlässlich unserer ersten Hausbootferien 1998 und 2002 haben wir die speziellen Vorzüge solcher Touren kennen und schätzen gelernt. Statt an einer Ferien-Destination statisch zu verweilen, bevorzugen wir das gediegene Dahingleiten auf dem Wasser inmitten der Natur. Die Freiheit anzulegen wann und wo man gerade möchte vermittelt dabei ein ausgeprägtes Freiheitsgefühl. Manchmal auch gewürzt mit einem Schuss Abenteuer oder Entdecker-Gefühl.
Wir laden alle ein, uns mit den Logbilder-Galerien auf den Reisen zu begleiten.

Marianne im Bullauge

Fitness inbegriffen

«Die Bedienung der Schleusen und Schütze ersetzt problemlos das Fitnessprogramm, besonders bei manuellen Schleusen.»

Die Reisenden

Siro im Bullauge

Hund an Bord

«Auch wenn wir bisher auf dem Hausboot nicht belästigt wurden, mit mir an Bord schlafen alle besser.»
Peter im Bullauge

Fliessend geniessen

«Das Handling und die Navigation ist in der Regel nicht kompliziert und intuitiv erlernbar – vorbildlich das konzentriert und ohne Eile zu tun.»
Objektivfront mit Schwan

Die Kamera ist immer mit dabei

Das Fotografieren, so wie wir es umsetzen, soll in erster Linie die Reisen chronologisch mit Bildern dokumentieren und alles festthalten was lohnenswert erscheint. Wir erheben dabei keinen Anspruch auf Vollständigkeit und fotografische Perfektion, legen aber Wert darauf, dass das Betrachten Spass macht.
Da ein Bild mehr sagt als tausend Worte, haben wir uns anstelle umfassender Reisetexte für eine kurze, aber informative Zusammenfassung entschieden. Alternativ ist jedes Log-Bild mit Datum, Ort oder Strecke, sowie einem Kurzbeschrieb versehen.
Wer also Lust und Laune hat die Log-Bilder unserer Reisen zu betrachten, soll dies ungeniert auch tun. Am besten geht das mit etwas Zeit, guter Musik (z.B. hier) und vielleicht auch einem Snack – whatever.

Wir wünschen auf jeden Fall viel Spass bei der virtuellen Bootstour. Wer eine der Reisen bereits selbst unternommen hat wird sich erinnern, alle anderen werden vielleicht dazu inspiriert, auch selbst mal eine «entschleunigende» Hausboot-Tour zu unternehmen …

Die Log-Bilder

Die Log-Bilder sind als selbstständig ablaufende Slider-Galerien angelegt, nummeriert und chronolgisch in der Reihenfolge.
Wem der Ablauf zu langsam oder zu schnell geht, kann mit Wischen oder den Pfeiltasten – vor-/rückwärts – Einfluss nehmen.
Die Thumbnails ermöglichen eine schnelle Navigation innerhalb der Galerien. Taste F11 für eine grössere Ansicht.
Die vielen Bilder ergeben eine beachtliche Datenmenge, für die eine schnelle und gute Internetverbindung sicher von Vorteil ist.
Wenn der Slider doch einmal hängen bleiben sollte, dann wird empfohlen die Seite neu zu laden.

Wir wünschen viel Spass.

Frankreich 2019

Zwei startende Schwäne

CHARENTE

27. September bis 11. Oktober 2019

Charente
Charente maritime

Frankreich 2018

Wasserbücke vor dem Bug

NOUVELLE AQUITAINE

29. September bis 13. Oktober 2018

Canal latéral à la Garonne
La BaÏse

Frankreich 2017

Leuchtturm vor dem Étang de Thau

OKZITANIEN

23. September bis 7. Oktober 2017

Canal du Midi / Étang de Thau
Canal du Rhône à Sète

Weitere Galerien sind in Vorbereitung und werden nach Fertigstellung hier publiziert.

Reise-Erfahrungen

Auf den Reisen mit dem Hausboot konnten wir viele Erfahrungen sammeln, welche wir nicht vorenthalten möchten. Die nützlichsten von allen Erkenntnissen sind deshalb nachstehend aufgeführt. Wir bitten zu beachten, dass die Hinweise auf unserer persönlichen Situation basieren und deshalb teilweise – und je nach gegebener Voraussetzung – nicht für alle gelten können.

Grundsätzlich gilt: Wer gut vorbereitet ist – reist besser.

Es lohnt sich, frühzeitig mit der Planung und der Suche nach einem geeigneten Anbieter zu beginnen. Insbesondere bezüglich Jahreszeit, Reiseland, Region, Fahrwasser, Kosten, Reiseart und allfälligen Besonderheiten in der geplanten Region.

Die Beeinträchtigungen während der Hochsaison kennen wir nur von Berichten: «Zu heiss, zu viele Leute, zu teuer etc.». Wir sind fünf Jahre immer Ende September, Anfang Oktober gereist und ausser einigen marginalen Einschränkungen bestens damit gefahren.  Insbesonders die Temperaturen waren meistens noch sehr angenehm – immer in Relation zur befahrenen Region im Norden oder Süden.

Vorteile: Platz für alles benötigte Equipement, inkl. Vierbeiner, Flexibilität unterwegs und vor Ort, moderate Reisekosten.

Zu beachten: Je nach Arrangement kann das Auto während der Reisezeit auf einem unbewachten Areal stehen. Wir hatten allerdings nie ein Problem – ausser vielleicht einigen Blätter auf dem Dach.

Bei Wegstrecken über 6 Stunden sind wir gut damit gefahren einen Zwischenstop mit Übernachtung einzulegen, insbesondere wenn ein Vierbeiner dabei ist.

Die Boote sind seitens der Anbieter bereits mit allem Benötigten gut ausgestattet. Es lohnt sich aber, die Inventarliste dahingehend zu prüfen, ob alle persönlichen Ansprüche abgedeckt werden.

Eine Kaffeemaschine ist meistens nicht vorhanden, wir benutzen deshalb unsere einfachen «Espresso-Kocher» von zu Hause. Alternativ kann Kaffee auch mit einem Filtersystem (oft an Bord) oder löslichem Kaffeepulver zubereitet werden.

Für Reisen nach der heissen Jahreszeit ist ein Wasserschaber mit breiter Gummilippe viel Wert. Der schnellste Weg morgens die beschlagenen Scheiben zu entfeuchten.

Ein Feldstecher kann dabei helfen das Fahrwasser, wie auch die Umgebung, besser zu sehen und zu beurteilen.

Wer regelmässig Medikamente benötigt, sollte eine die Reisezeit überschreitende Reserve in der Originalverpackung sowie allfällige Rezepte und Gesundheitsdokumente dabei haben. Packen Sie alles in einem möglichst Luft- und Wasserdichten Behältnis zum Handgepäck.

Niemand möchte gesundheitliche Probleme auf der Reise, aber wenn es doch passieren sollte, sind alle involvierten Personen, insbesondere im Ausland, dankbar für verlässliche Angaben.

Sinnvoll ist es auch, die Autoapotheke auf dass Boot zu nehmen, obwohl meistens eine an Bord vorhanden ist.

Denken Sie auch an allfällige Medis, die der Vierbeiner benötigt. Bei Durchfall haben sich Kohle-Guetzli und eine sparsame Fütterung (wenn überhaupt) während der Autofahrt bewährt. Auf genug Wasser achten!

Egal ob Neuling oder Flussbär, das Studium der obligaten Flusskarte ist vor Reiseantritt in jedem Fall zu empfehlen. Der PC mit Google/-Maps kann dabei hilfreich sein, mehr über die zu bereisende Region zu erfahren und einzuplanen.

Die Reise wird bereichert mit dem Wissen über regionale Festivitäten, spezielle Märkte, gute Restaurants, gediegene Übernachtungsplätze, zeitlich befristete Veranstaltungen, Anbaugebiete und Kellereien, Sport-/Kulturereignisse und was den persönlichen Affinitäten sonst noch entspricht. Aber Achtung, planen Sie keinen «Marathon» …

Natürlich ist es von Vorteil, wenn man in irgendwelcher Form mit allgemeinen Verkehrsregeln vertraut ist. Das ist schon die halbe Miete, die Herausforderung liegt im Umgang mit dem Boot. Das ist zwar keine Hexerei, hat aber gewisse Tücken.

Insbesondere das Fehlen einer Bremse bedingt ein Umdenken gegenüber dem Autofahren, spätestens beim Einparken. Ein «Bugstrahlruder» kann aber bei mangelndem räumlichen Vorstellungsvermögen helfen, akkurat zu manövrieren.

Wichtig ist das Wissen über die Bedeutung der verschiedenen Verkehrszeichen und Markierungen. In der obligatorischen «Flusskarte» sind alle zu erwartenden Hindernisse, Gebote und Einschränkungen verzeichnet und erklärt.

Sehr hilfreich ist das Studium der Flusskarte mit vielen Angaben zum Fahrwasser, wie z.B. Servicestellen mit Strom und Wasser, Ortschaften, Geschäfte, Restaurants, Sehenswürdigkeiten, Häfen und Anlegestellen, Strömungen und Untiefen, Aussichtspunkkte – kurz, fast alles was man wissen möchte.

Ein Vorrat an Lebensmitteln und Getränken für mind. 2-3 Tage ist zu empfehlen. Wir haben gute Erfahrungen damit gemacht, das meiste  vor Ort in einem grossen Markt einzukaufen. Eine Kühlbox kann dabei nützlich sein.

Mit einem frischen Baquette oder Croissant zum Frühstück beginnt ein guter Tag. Mit dem Flussplaner ist es einfach, die Ortschaften mit einer Bäckerei / Épicerie zu finden, der Rest ist eine Frage der Vorfreude.

Frankreich ist ein Land des Weines und viele Kellereien bieten Degustationen an – das ist immer eine Empfehlung wert. Man sagt nicht von ungefähr, dass der Wein dort am besten schmeckt, wo er wächst. Aber auch auf dem Boot gilt: Wer fährt trinkt nicht.

In den Ferien isst man gerne auch mal auswärts, doch es empfiehlt sich die Angebote nicht wahllos anzunehmen, sondern vorher genau hinzuschauen und auf auffällige Indizien zu achten (Sauberkeit, Gästefrequenz, Toiletten, Küche etc.).
Tipp: Erst einen Apéro trinken und dann entscheiden.

Bis auf zwei Ausnahmen haben wir immer +/- Glück gehabt. Es ist z.B. nicht ratsam, 2 Tage vor Saisonende frisches Material auf der Pizza zu erwarten…

Je nach Reiseland bestehen unterschiedliche Ein- und Ausreisebedingungen für Tiere. Kümmern Sie sich einige Wochen vor der Reise darum, ob alle benötigten Impfungen gemacht sind und der obligatorische Impfausweis aktuell und über die Dauer im Ausland hinaus gültig ist!

Achten Sie bitte während der ganzen Reise speziell auf das Wohlbefinden des Tieres. Ein grosszügiger, bequemer Platz ohne Durchzug (mit Sicherung) im Auto, jede Stunde ein Halt mit Wasser und Bewegung sind empfehlenswert, vor allem wenn es warm ist.

Auf dem Boot hilft ein fixer und bequemer Schlafplatz dem Tier sich wohl zu fühlen. Oft ist das praktischerweise unter dem Tisch. Achten Sie auf eine regelmässige, ausgewogene und abwechslungsreiche  Ernährung – so wie für sich selbst.

Nur ein Hundehalsband reicht nicht, es braucht ein «Gstältli» dass den Körper mit einbezieht. Sollte der Hund von Bord fallen, kann er damit schnell und sicher geborgen werden.

Wenn nichts passiert, dann braucht man keine Versicherung – und wenn doch? In Abwägung von Kosten und einem möglichen Aufwand im Schadenfall ziehen wir es vor auf der «sicheren Seite» zu stehen.

Neben der vorhandenen Haftpflicht- und Autoversicherung muss das Boot speziell versichert werden. Jeder Anbieter hat unterschiedlich entsprechende Klauseln im Vertrag.

Kein Luxus ist der ETI-Schutzbrief, da ist (fast) alles abgedeckt was so passieren kann – vom Unfall, über Krankheit bis zur Reise-Annullation. Das gibt gute Reise-Feelings.

Egal in welcher Region, ein guter Insektenschutz gegen fliegende Stechlinge ist Pflicht. Und wenn es doch passiert ist, helfen kühlende und desinfektierende Mittel – wenn man sie denn dabei hat.

Bei aller Tierliebe, bei Insekten und Fliegen hört die Liebe auf. Vor allem aus gesundheitlichen und hygienischen Gründen. Darum sei eine «Fliegenpatsche» empfohlen, ist allemal besser als chemische Keulensprays.

Am Schlimsten sind aber Bettflöhe, resp. die Bisse. Es ist nur schwer zu erkennen ob das Boot befallen ist, wir empfehlen während der Bootsübernahme die Betten und auch die Bezüge genauestens auf verdächtige kleine dunkle Punkte zu überprüfen. Eine helle Taschenlampe ist für diesen Zweck hilfreich.

Mir selbst hat bei den rund 15 Bissen ein Kortisonhaltiges Gel aus der Apotheke eine akzeptable Linderung und Heilung gebracht.

Praktisch immer steht im Boot eine 12 Volt Steckdose zur Verfügung. Empfehlenswert ist ein Wechselrichter (kann gemietet werden) um eine Wechselspannung von 230V für einen Kleinverbraucher zu erzeugen. Dies sollte jedoch nur bei laufendem Motor geschehen.

Im Hafen kann über ein Kabel Strom bezogen werden, vor allem zum Laden der Bordbatterie, aber auch für elektrische Verbraucher wie Handys, Laptops, Kamera Akkus etc.

Kameras benötigen viel Strom, Reserve-Akkus, eine spezielle Reservebox mit Akkuladegerät und Spannungsprüfer (gibt es im Handel) lassen frustrierende Unterbrüche vergessen.

Die Bilder und Texte dieser Website entstanden auf privater und unabhängiger Initiative.

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